Westliche Oasen Ägypten: Fast alle Wege Richtung Wüste führen auch erstmal Richtung Bahareya. Obwohl wir in Kairo leben und mein Mann die Gegend sehr gut kennt, gibt es immer wieder neue Teile der Wüste um Bahareya zu entdecken. Dünen verändern mit dem Wind ihre Form, alte Spuren führen manchmal ins Nichts.
Bevor das Jahr 2025 neue Möglichkeiten brachte, fuhren wir noch einmal mit einer kleinen Gruppe los, um alte Wege zu genießen und neue zu entdecken. Tagsüber schien die Sonne vom blauen Himmel, abends schlief der Wind ein, und wir träumten am Lagerfeuer.
Bahareya wirkt wie ein grünes Herz in der Wüste. Palmenhaine, kleine Dörfer und fruchtbare Böden bieten Wasser, Schutz und Lebensraum – schon seit Jahrhunderten. Wer die Oase besucht, spürt sofort die Verbindung von Natur und Kultur.
Bahareya war einst ein Lebensraum riesiger Dinosaurier: Spinosaurus aegyptiacus und Bahariasaurus hinterließen hier ihre Spuren. Entdeckt von Ernst Stromer Anfang des 20. Jahrhunderts, sind diese Fossilien noch heute faszinierend für Forscher:innen und Besucher:innen.
Im Tal der Goldenen Mumien wurden hunderte Gräber mit prächtigen Goldmasken entdeckt. Sie erzählen von römischem Reichtum und dem religiösen Glauben der Menschen in Bahareya.
Bahareya lebt durch die Menschen: Palmenhaine pflegen, Brot backen, Tee servieren, Geschichten erzählen. Traditionen werden bewahrt, kleine Freuden gefeiert.
Jede Reise durch Bahareya ist anders. Sonnenuntergänge, funkelnde Kristalle, Tierbegegnungen – sie alle hinterlassen Erinnerungen. Die Oase zeigt sich ruhig, unvorhersehbar und unvergesslich.
Bahareya ist einer der Höhepunkte einer 6-tägigen Oasentour, die Natur, Geschichte und Kultur verbindet.
Nach ein paar Tagen im Sand fuhren wir diesmal direkt wieder zurück nach Kairo aber ich freue mich schon darauf, beim nächsten Mal, die ganze Oasenstrecke abzufahren.